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Brand bei der Firma Alsa, 21.06.2012

Erstellt am Donnerstag, 28. Juni 2012 14:16
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Bericht über Brand bei der Firma Alsa, 21.06.2012

 

Am Donnerstag, den 21.06.2012 um 06:02 Uhr wurde die Feuerwehr Reichertshofen mit dem Einsatzstichwort „Mittelbrand - Brennt Regal in Halle“ zu der ehemaligen Küchen- und Möbelfabrik Alsa, Münchner Straße 27, alarmiert.

 

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Das erste Fahrzeug der FF Reichertshofen traf um 06:07 Uhr an der Einsatzstelle ein. Eine erste Lageerkundung unter Atemschutz ergab, dass in einer Lagerhalle verschiedene Lagergüter in Brand geraten waren. Zwischenzeitlich trafen in kurzen Zeitabständen die Drehleiter und das LF 24 aus Reichertshofen ein. Bereits um 06:14 Uhr wurde die Alarmstufe auf B4- Brand ausgedehntes Gebäude erhöht. Begünstigt durch gelagerte auslaufende Öle und Betriebsstoffe breitete sich das Feuer in explosionsartiger Geschwindigkeit auf den gesamten Hallenkomplex aus. Dadurch wurde im weiteren Verlauf die Alarmstufe von B3 schrittweise auf B9 erhöht.

 

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Aufgrund der sich entwickelnden Rauchgase wurde die Bevölkerung über Lautsprecherdurchsagen und Radioansagen aller bayerischen Radiosender veranlasst Fenster und Türen geschlossen zu halten. Innerhalb kurzer Zeit wurden weitere Freiwillige-, Werk- und Berufsfeuerwehren zur Einsatzstelle gerufen. Um den Einsatz besser leiten zu können wurde die Einsatzstelle in vier einzelne Brandabschnitte eingeteilt.

 

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Parallel zu den Löschtätigkeiten führte die Polizei eine umfangreiche Straßensperrung im östlichen Marktgebiet durch. Als Bereitstellungsplatz für alle nachrückenden Kräfte wurden die Parkplätze der Firmen Edeka und Netto, die direkt an das Alsa-Gelände angrenzen festgelegt.

 

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Durch die starke Rauchentwicklung wurden vorsorglich die umliegenden Supermärkte Edeka, Netto, Rossmann, Lidl und Aldi sowie die Kinderkrippe Zwergenland, der Kindergarten Spatzennest, die in unmittelbarer Nähe der Firma ALSA angesiedelt sind, geschlossen. Mit der Mittelschule Reichertshofen wurde vereinbart, die unterzubringenden Kinder des Kindergartens zu versorgen. Die Bewohner des Seniorenzentrums wurden von der Polizei informiert die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gleichzeitig wurde eine großangelegte Schadstoffmessung im gesamten Gemeindebereich Reichertshofen bis hin zur Autobahn A9 zur Sicherheit durchgeführt.
 
 
Lageplan der Einsatzstelle mit Umgebung

 

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Durch den erhöhten Verbrauch von Schaummittel wurde es nötig weiteres Schaumittel zu organisieren. Dafür wurde der „Schaummittelvorrat Südbayern“, bereitgestellt von der Raffinerie Bayernoil, mit 22.000 Liter zu Einsatzstelle geordert.

 

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Trotz so eines Großereignisses darf der Grundschutz des Marktes Reichertshofen, den umliegenden Gemeinden und auf den Autobahnen und Bundesstraßen nicht vergessen werden. Aus diesem Grunde wurde ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der FF Geisenfeld am Feuerwehrhaus Langenbruck ständig postiert, um den Autobahnbereich im Einsatzfalle hier jederzeit abdecken zu können.

 

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Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten wurden vor allem zur Versorgung mit Atemschutzgeräteträgern und zur Löschwasserversorgung weitere Feuerwehren der Landkreise Pfaffenhofen, Neuburg/Schrobenhausen und die Feuerwehren der Städte Ingolstadt und München nachalarmiert. Das ebenfalls eingetroffene THW kümmerte sich um die Treibstoffversorgung und das BRK übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte mit Getränken und auch Essen aus den Kantinen der Firma Wacker Neuson und der Ilmtalklinik Pfaffenhofen.

 

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Da sich in dem Brandobjekt eine noch nicht absehbare Menge von Ölen, Schmierstoffen sowie Chemikalien befanden, wurde entsprechend frühzeitig der Klärwärter informiert und die öffentliche Kanalisation abgesperrt. Eine Spezialfirma wurde angefordert, um das kontaminierte Löschwasser aus den Kanälen zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen.

 

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Das Hilfeleistungskontingent der Feuerwehr München traf um 12:58 Uhr in Reichertshofen ein. Somit konnten Stück für Stück eigene Einsatzkräfte abgezogen werden bzw. die Einsatzbereitschaften, insbesondere mit Atemschutz, wiederhergestellt werden. Die freigewordenen Einsatzkräfte, aus der Region, wurden für die kommende Nachtschicht aufgespart.

 

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Gegen 16:07 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle in allen Einsatzabschnitten“ gemeldet werden.
Noch während der gesamten Nacht bis zum darauffolgenden Freitag, den 22. Juni, 10:30 Uhr wurden noch mehrere Glutnester abgelöscht, bis dann final „Feuer aus“ gemeldet werden konnte.

 

Der Einsatz in Zahlen

 
-> Eingesetzte Kräfte: ca. 435 Mann
-> Eingesetzte Fahrzeuge: ca. 125
-> Eingesetzte Einheiten (Feuerwehren, BRK, THW, Polizei): 35
-> Verbrauchte Atemschutzflaschen: ca. 310
-> Verbrauchtes Schaummittel: ca. 30.000 Liter
-> Einsatzdauer: 32 Stunden
-> Verletzte Personen: 7
 

Die Feuerwehr Reichertshofen bedankt sich bei allen eingesetzten Einsatzkräften sowie der ILS- Ingolstadt für ihren Einsatz.

Im Besonderen gilt der Dank auch den ortsansässigen Firmen, welche uns mit Material, Speisen und Getränken sowie der Freistellung von Mitarbeitern tatkräftig unterstützt haben.

Fahrsicherheitstraining für Löschfahrzeuge

Erstellt am Montag, 21. Mai 2012 23:50
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Um Fahrzeugführern von Löschfahrzeugen für die Situation auf Einsatzfahrten vorzubereiten bzw. diese zu verbessern, besuchten 2 Maschinisten der Feuerwehr Reichertshofen mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Reichertshofen ein Fahrsicherheitstraining der Iveco-Magirus Firefighter Academy.
In diesem Training wird das Sicherheitsdenken der Fahrzeugführer gestärkt. Durch die gezielten Übungen mit dem eigenen Löschfahrzeug erzielt man eine deutliche Verbesserung des Fahrstils. Hier werden die technischen Grenzen des Fahrzeuges aufgezeigt, die der Fahrer selbst ausreizt.
Wichtig sind diese praktisch erlernten Kenntnisse besonders für das Verantwortungsbewußtsein des Fahrezeugführers gegenüber der Insassen - einer ganzen Löschgruppe.
 
Fahrtraining 1
 
Fahrtraining 2
 
Fahrtraining 3
 

Fahrsicherheitstrainings

Da die Maschinisten der Feuerwehren im Übungsalltag kaum Gelegenheit haben, extreme Situationen mit ihren Fahrzeugen zu üben, bekommen sie diese Möglichkeit bei Iveco Firefighting Academy. In Straßen- und Allradtrainings können die Teilnehmer gefahrlos die Grenzen von Technik und Mensch ausloten, Erfahrungen sammeln, Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen.
(Quelle: Iveco-Magirus.de)

Wieder aufgetauchtes LF 16TS in Nigeria

Erstellt am Mittwoch, 01. Februar 2012 01:00
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Anfang des Jahres 2012 erreichte uns eine interessante Mail von einem Deutschen, der in Lagos (Nigeria) arbeitet.
 
Text der Email:
 
Hallo ,ich bin hier in Lagos am Arbeiten und habe zufällig ein Fahrzeug von
euch gesehen.Es gibt das gleiche nochmal aber von der Feuerwehr aus Köln-Fühlingen.
 
Gruß aus Lagos
 
 
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Wir haben das Fahrzeug im Jahr 2010 an einen Händler für gebrauchte LKW verkauft. Und so sah das Fahrzeug aus, als es noch als LF 16 TS bei uns im Fuhrpark enthalten war.
 
lf16ts
 
 

Neuer Außenanstrich am Feuerwehrhaus

Erstellt am Sonntag, 13. November 2011 18:51
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Seit Mitte Oktober erstrahlt das Reichertshofener Feuerwehrhaus in einem neuen Farbgewand. Der Schlauchturm trägt nunmehr ein kräftiges Rot. Die Fahrzeughalle und der Verwaltungstrakt bilden mit ihrem hellgrauen Anstrich dazu einen passenden Gegensatz. Als optischer Blickfang wurde im Eingangsbereich zum Wohntrakt ein breiter roter von oben nach unten verlaufender Kontraststreifen eingefügt. Auch der über der Eingangstür befestigte Schriftzug wurde farblich der neuen Gestaltung des Feuerwehrhauses angepasst.
 
front 400 300
 
halle 400 300

Leistungsprüfung 2011

Erstellt am Mittwoch, 02. November 2011 08:56
Zugriffe: 7930
Am 29.10.2011 legte eine Gruppe der Feuerwehr Reichertshofen die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" mit Erfolg ab.
Die Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen / Ilm bescheinigten der Löschgruppe eine ordentliche und fehlerfreie Arbeit.
 
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v.l.n.r.: KBM Chr. Nitschke, G. Schmid; v.r.n.l.: Kdt. Chr. Bichler, KBM K. Reiter

Großbrand in der Stockau am 23.10.2010

Erstellt am Samstag, 23. Oktober 2010 21:23
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Einsatzdaten

Datum: 23.10.2010
Einsatzart: Großbrand
Einsatzort: Reichertshofen, Stockau 9
Alamierungsart: Funkmeldeempfänger ILS, Sirene ILS
Einsatz Beginn: 16:50 Uhr
Einsatz Ende: 23:45 Uhr
Fahrzeuge: ELW, LF 24, LF 16/12, LF 16 TS, DLAK 23/12, Anhänger Light Tower LTC 4L, Mehrzweckanhänger

 

Meldung der Leitstelle an die Feuerwehr

Zimmerbrand in der Stockau, keine genauen Informationen.
Auf der Anfahrt, konnte die sehr starke Rauchenticklung schon vom Feuerwehrhaus wahrgenommen werden, so dass umgehend die Feuerwehren aus Baar und Ebenhausen nachalarmiert wurden.


Lage

Beim ehemaligen Bürogebäude der Stockauer Mühle, das ca. 25mx10m groß und ca. 14m hoch ist, stand der Dachstuhl auf der rechten Seite im Vollbrand. Dieser Dachstuhl war bei Ankuft teilweise schon durchgebrannt und aus dem Dachgeschoss loderten die Flammen.
 

stockau 01

 

Maßnahmen

Sofortige Erhöhung der Alarmstufe auf B4 - Brand ausgedehntes Gebäude.
Es wurden im Laufe des Einsatzes zwei Abschnitte gebildet.
Der 1.Abschnitt vor dem Gebäude, ein 2.Abschnitt hinter dem Gebäude.


Einsatzabschnitt 1

Zur Brandbekämpfung auf der Vorderseite wurde vom LF24 der Feuerwehr Reichertshofen sofort ein handgeführtes Hohlstrahlrohr mit 500l Durchfluß eingesetzt. Ebenso ging die Drehleiter auf der Vorderseite in Stellung mit einem Mann unter Atemschutz und einem handgeführten Rohr vom Korb aus.
Im weitern Verlauf wurden die Handgeführten Rohre durch einen Wasserwerfer ersetzt. Das LF16 aus Reichertshofen versorgte die Drehleiter und nahm zusätzlich auf der Stirnseite (rechts) ein Rohr mit einem Trupp vor.
Zur Wasserversorgung wurde erst das Wasser der Tanklöschfahrzeuge verwendet, im weiteren Verlauf wurde mit dem LF16TS aus Reichertshofen und mit einer TS8/8 von Karlskron von der Paar angesaugt.
 

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Einsatzabschnitt 2

Auf der Rückseite nahm die Feuerwehr aus Baar einen Wasserwerfer und die Feuerwehr aus Ebenhausen ein B-Rohr vor. 
Die Wasserversorgung wurde durch das vorhandene Hydrantennetz sichergestellt.


Weiterer Verlauf

Nachdem das Feuer nach ca. 25 min zusammenbrach, wurde die Brandbekämpfung durch das handgeführte Rohr auf der Drehleiter als am wirkunsvollsten erachtet und nach und nach die Rohre und Werfer zurückgenommen. Ein erfahrener Trupp ging dann auch noch ins Gebäude um die restlichen Glutnester im Innenangriff im Dachgeschoss abzulöschen. Dieser musste jedoch nach eigener Einschätzung das Gebäude nach kurzer Zeit wieder verlassen, da ein Einsturz nicht ausgeschlossen werden konnte.
Nach Rücksprache mit dem Besitzer des Gebäudes, wurde die Firma Donaubauer, ein ortsansässiges Fuhrunternehmen beauftragt, das Gebäude soweit wie nötig zu sichern. Diese Maßnahmen wurden unterstützt, wobei stets Nachlöscharbeiten mittels Drehleiter oder auch mal mittels Wasserwerfer zu tätigen waren.

 

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Noch während der Nacht, wurde alle zwei Stunden das Gebäude kontrolliert, um einer Wiederentzündung vorzubeugen. 
Es ließ sich jedoch nicht verhindern, dass wir auch noch am nächsten Tag, wieder zur Bekämpfung von einzelne Glutnestern anrücken mussten.

 

Fazit

Da das denkmalgeschützte Haus schon vor dem Brand als Sanierungsbedürftig bekannt war, wurde weitgehend auf einen Innenangriff verzichtet. Auch der Trupp im Inneren des Gebäudes bestätigte diese Vorgehensweise und musste das Gebäude wieder verlassen. Dass eine Hälfte des Dachgeschosses weitgehend gehalten werden konnte, verdanken wir wohl einer Brandwand, die das Gebäude in der Mitte teilt.

Wetter vor Ort

*

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7 °C
Ost 19.4 km/h

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Teils Wolkig (-2 ↔ 6 °C)

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